Der Unterschied liegt im Aufbau, nicht im Aussehen
Fertig verspachtelt sieht eine Brandschutzwand aus wie jede andere Trockenbauwand. Der Unterschied steckt in jedem einzelnen Bauteil: im Profiltyp, im Achsabstand der Ständer, in der Zahl und Dicke der Platten, in der Dämmung, im Schraubenabstand und in der Ausbildung der Anschlüsse an Wand, Boden und Decke.
Diese Werte sind nicht frei wählbar. Jedes geprüfte System hat eine bauaufsichtliche Zulassung, in der genau steht, wie es aufgebaut werden muss, damit es die geprüfte Feuerwiderstandsdauer erreicht. Wird an einer Stelle abgewichen — eine Platte weniger, ein größerer Schraubenabstand, eine falsche Dämmung — gilt der Nachweis nicht mehr.
Besonders kritisch sind die Anschlüsse und Durchführungen. Eine korrekt gebaute Wand verliert ihre Wirkung, wenn ein Kabel ohne Abschottung hindurchgeführt wird oder der Anschluss zur Rohdecke offen bleibt. Im Brandfall zieht das Feuer genau dort hindurch. Deshalb behandeln wir Durchführungen als eigenen Arbeitsschritt und nicht als Nebensache.